Am Samstag machten sich die Herren der TG Ötigheim auf den Weg nach Karlsruhe, um bei Post Südstadt Karlsruhe 2 aufzuschlagen. Die Gastgeber hatten sich einiges vorgenommen – schließlich war das Hinspiel knapp, und in der eigenen Halle wollten sie den Heimvorteil nutzen. Sie hatten uns gründlich analysiert, jeden Spieler studiert
und sich ganz gezielt auf unser Zuspiel sowie unsere Nummer 28 konzentriert.
Was dabei offenbar übersehen wurde, war unsere Geheimwaffe: Thorsten, Nummer 11. Eigentlich sollte das mittlerweile jedem bekannt sein – aber anscheinend nicht in Karlsruhe. So ging der erste Satz relativ ungefährdet mit 25:18 an Ötigheim.
Man muss erwähnen: Es ist Fasching. Und bei einigen unserer Jungs war das nicht nur im Geiste zu spüren. Der ein oder andere stand noch unter den Nachwirkungen der fünften Jahreszeit, musste nach dem Spiel zügig weiterziehen, und die Beine waren entsprechend nicht bei allen ganz frisch. Auch unserem Trainer war das bunte Treiben noch deutlich anzusehen. Trotzdem wurde Punkt für Punkt der Fasching ausgeschwitzt, und der Teamgeist funktionierte – passend zur Jahreszeit – bestens.
Im zweiten Satz wurde der Druck weiter hochgehalten. Die Faschingsnachwirkungen wurden nun endgültig abgeschüttelt, die Konzentration kehrte zurück. Zwar passierten hier und da kleinere Fehler, ernsthaft in Gefahr geriet der Satz aber nie. Mit 25:18 wurde auch der zweite Durchgang nach Hause gefahren. Nicht besonders elegant, aber effektiv. Egal – Eleganz ist bekanntlich nicht die größte Stärke der TGÖ Herren.
Im dritten Satz zeigten sich dann erste Verfallserscheinungen. Die zuvor ausgeschwitzten Reste des Faschings meldeten sich zurück, und früh musste man einem Rückstand hinterherlaufen. Der Trainer versuchte mit einigen Wechseln gegenzusteuern, doch die gewünschte Stabilität stellte sich zunächst nicht ein.
In dieser Phase zeigte sich einmal mehr, wie wichtig die Rolle von Thorsten im Spiel ist – unser Kapitän, unser „MVP“. Mit vollem Einsatz stellte er sich seinen Mitspielern teilweise sogar buchstäblich in den Weg, um sie nochmal richtig zu pushen. Doch auch das half zunächst nicht: Karlsruhe hatte beim Stand von 24:23 bereits Satzball.
Die drohende Satzverlängerung löste bei den Etjern jedoch keine Panik aus – eher eine kollektive Erkenntnis: Noch ein Satz würde die Faschingsfeier empfindlich verzögern. Außerdem war bei manchen Spielern nicht ganz klar, ob der Körper überhaupt noch einen weiteren Satz mitmachen würde. Also wurde nochmal alles mobilisiert, und mit letzter Kraft, Cleverness und einem Hauch Thorsten drehte Ötigheim den Satz und gewann ihn 26:24.
Dank des späten Comebacks konnte die Mannschaft frühzeitig wieder abreisen, um der Prunksitzung beizuwohnen.
Fazit: Punkte geholt, Spiel gewonnen, Fasching gerettet.
Schlechte Nachricht: Schon am kommenden Samstag muss die Feier wieder unterbrochen werden, denn dann steht das nächste Spiel gegen VT Hagsfeld an.
Bleibt nur zu hoffen, dass der Fasching bis dahin gut überstanden wird – und unser „MVP“ wieder alles regelt.
Des wird scho.











